Der FC Rapperswil-Jona hat dem Super-League-Absteiger FC Winterthur lange Paroli geboten – und sich am Ende doch mit 0:2 geschlagen geben müssen. Das Resultat erzählt allerdings nur die halbe Geschichte.
Von Beginn an liess sich der FCRJ vom prominenten Namen des Gegners nicht beeindrucken. Vor allem über die rechte Seite sorgten die Gastgeber immer wieder für Gefahr. Bereits nach fünf Minuten strich ein Kopfball nach einer Flanke knapp über das Tor, später häuften sich die Chancen. In der 24. Minute lag die Führung förmlich in der Luft: Yannis Ryter traf nach einem Konter den Pfosten, Salifou Diarrassouba scheiterte aus kürzester Distanz am Winterthurer Keeper, und auch Axel Bakayoko vergab wenig später. Winterthur wirkte in dieser Phase ungewohnt fehleranfällig.
Der FCRJ kontrollierte die erste Halbzeit sogar leicht – mit 52 Prozent Ballbesitz und mehr Pässen als der Favorit. Doch wer seine Möglichkeiten nicht nutzt, wird auf diesem Niveau bestraft. Kurz vor der Pause reichte Winterthur eine Unaufmerksamkeit: Antonio Marchesano schickte Emilio Kehrer mit einem Steilpass auf die Reise, der zur schmeichelhaften Gästeführung einschob.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Winterthurer zunehmend das Kommando. Die ganz grossen Chancen des FCRJ wurden seltener, obwohl Evan Rossier den Ausgleich noch auf dem Fuss hatte. Die Entscheidung fiel nach einer guten Stunde vom Penaltypunkt, als Marchesano den fälligen Elfmeter nach einem Foul an Roman Buess souverän zum 2:0 verwandelte. Das bedeutete zugleich das Schlussresultat
Über weite Strecken spielte das Heimteam auf Augenhöhe mit einem individuell stärker besetzten Gegner. Für die beste Stimmung des Abends sorgten derweil die vielen Fans im Stadion – u.a. rund 700 Winterthurer Fans, die mit dem Schiff angereist waren und das Stadion in einen stimmungsvollen «Cup-Abend» verwandelten.
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