Der FC Rapperswil-Jona hat den Negativlauf gestoppt – und dennoch fühlte sich das 1:1 gegen den SC Kriens nach dem Schlusspfiff nicht wie der verdiente Lohn an. Nach einer dominanten ersten Halbzeit mit einer Fülle an hochkarätigen Chancen musste der FCRJ zunächst einem Rückstand hinterherlaufen, ehe Salifou Diarrassouba den FCRJ zurück ins Spiel brachte. Am Ende blieb ein Punkt, der den Bann der Niederlagen zwar bricht, einer starken Leistung aber nur teilweise gerecht wird.
Dominant – aber ohne Ertrag
Die Gäste aus Kriens starteten gewohnt robust in die Partie. Bereits nach wenigen Sekunden setzte es die erste Gelbe Karte nach einem harten Einsteigen gegen Lorik Emini. Der FCRJ liess sich davon jedoch nicht beeindrucken. Die Mannschaft von Selcuk Sasivari hielt den Ball souverän in den eigenen Reihen, kombinierte mit wenigen Stationen schnell nach vorne und übernahm zunehmend die Kontrolle.
Die erste grosse Chance gehörte in der 8. Minute Evan Rossier, dessen Abschluss vom starken Krienser Keeper entschärft wurde. Kurz darauf begann eine Phase, in der sich die Torchancen beinahe im Minutentakt häuften. Axel Bakayoko scheiterte nach einem Steilpass allein vor dem Torhüter, Salifou Diarrassouba, Guillermo Padula und William Le Pogam fanden ebenfalls ihren Meister im überragenden Schlussmann der Gäste. Allein in der ersten Halbzeit brachte der FCRJ elf Abschlüsse zustande – ohne den Ball im Netz unterzubringen.
Die Überlegenheit der ersten Hälfte spiegelte sich auch in den Zahlen wider: 58 Prozent Ballbesitz sowie 244 gespielte Pässe gegenüber 170 auf Seiten von Kriens unterstrichen den dominanten Auftritt der Gastgeber.
Kriens schlägt zu – FCRJ antwortet
Nach dem Seitenwechsel verlor der FCRJ zunächst etwas den Faden. Kriens trat mutiger auf und erarbeitete sich mehrere gefährliche Abschlüsse, die Torhüter Omerovic sicher entschärfte. In der 62. Minute gingen die Gäste dennoch in Führung. Nico Siegrist verwertete einen Angriff zum 0:1 und stellte den Spielverlauf damit auf den Kopf. Die Antwort des FCRJ liess jedoch nicht lange auf sich warten. In der 75. Minute setzte Bobadilla Salifou Diarrassouba perfekt in Szene, der den Ball unter die Latte zum hochverdienten 1:1 jagte.

Hektische Schlussphase
In der Schlussviertelstunde drängte der FCRJ auf den Sieg. Mehrere Eckbälle, Abschlüsse von Senaya, Kurtishi und Le Pogam sowie zahlreiche Standards sorgten für Dauerdruck vor dem Krienser Tor. Die Gäste verteidigten mit allen Mitteln, während die Partie zunehmend hitziger wurde. In der Nachspielzeit sah Raúl Bobadilla nach seiner zweiten Verwarnung die Gelb-Rote Karte. Trotz Unterzahl warf der FCRJ noch einmal alles nach vorne, doch der Siegtreffer wollte nicht mehr fallen.
So blieb es beim 1:1 – ein Resultat, das zwar die Niederlagenserie beendet, nach einem über weite Strecken überzeugenden Auftritt jedoch einen Beigeschmack hinterlässt.
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