Der FC Rapperswil-Jona hat gegen Xamax Neuchâtel einen sicher geglaubten Punkt – und lange sogar den Sieg – auf dramatische Weise aus der Hand gegeben. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer verdienten 2:0-Führung unterlagen die Rosenstädter vor heimischem Publikum noch mit 2:3.
Die Gastgeber legten mutig los. Bereits in der 3. Minute setzte Cobel Sow mit einem wuchtigen Kopfball ein erstes Ausrufezeichen. In einem intensiven, temporeichen Spiel belohnte sich der FCRJ nach 19 Minuten: Valdes Ngana fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz und traf herrlich ins obere Eck zur verdienten Führung. Kurz vor der Pause doppelte Lorik Emini nach – sein direkt verwandelter Freistoss in der Nachspielzeit bedeutete das 2:0.
Doch nach dem Seitenwechsel kippte die Partie abrupt. Kaum lief die zweite Halbzeit, verkürzte Liridon Mulaj für die Gäste (46.). Xamax trat nun deutlich entschlossener auf, drückte den FCRJ immer weiter in die Defensive und kam in der 77. Minute durch Jessé Hautier folgerichtig zum 2:2.
Die Rosenstädter stemmten sich mit allem gegen den zunehmenden Druck und schienen sich bereits einen Punkt zu sichern. Doch tief in der Nachspielzeit folgte der Nackenschlag: Nach einer Flanke von Léo Seydoux traf Hautier in der 94. Minute erneut – und liess den FCRJ konsterniert zurück.
So bleibt für Rapperswil-Jona trotz der bitteren Niederlage die Erkenntnis, über weite Strecken eine starke Leistung gezeigt zu haben. Nur belohnt wurde sie nicht.
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