Bittere Niederlage trotz starker zweiter Halbzeit
Von Abtasten keine Spur: Auf dem regennassen Kunstrasen ging es von der ersten Minute an zur Sache. Beide Mannschaften suchten ohne Umschweife den Weg nach vorne, überspielten das Mittelfeld schnell und brachten den Ball immer wieder gefährlich in die Strafräume. Vor allem der SC Kriens erwischte einen druckvollen Start. Bereits nach zwei Minuten wurde es erstmals brenzlig, wenig später musste sich die Rappi-Defensive erneut gegen einen vielversprechenden Angriff stemmen. Doch auch die Rosenstädter versteckten sich keineswegs. Salifou Diarrassouba prüfte in der fünften Minute den Krienser Schlussmann aus aussichtsreicher Position.
Die Partie blieb temporeich und offen. Kriens kam in der 18. Minute gleich zu mehreren hochkarätigen Möglichkeiten, doch der FCRJ hielt mit vereinten Kräften dagegen. Auf der anderen Seite suchten die Gäste ebenfalls ihre Chancen: Yannis Ryter scheiterte zweimal am gegnerischen Torhüter, ehe Adrian Durrer kurz vor der Pause mit einem Distanzschuss eine starke Parade erzwang. So ging es trotz zahlreicher Möglichkeiten auf beiden Seiten torlos in die Kabinen. Ein 0:0, das dem offensiven Charakter dieser ersten Halbzeit kaum gerecht wurde.
Der FCRJ übernimmt das Kommando
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild zunehmend. Die Rosenstädter kamen entschlossen aus der Kabine, gewannen mehr Spielanteile und drängten Kriens immer häufiger in die eigene Hälfte. Der FCRJ kombinierte sich nach vorne, suchte den Abschluss und setzte die Gastgeber unter Druck. Yannis Ryter und Raúl Bobadilla kamen zu Möglichkeiten, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Auch die eingewechselten Kräfte brachten nochmals Schwung in die Offensive.
Es war eine Phase, in der sich die Rosenstädter für ihren Aufwand durchaus einen Treffer verdient gehabt hätten. Doch Fussball schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten. Während der FCRJ auf die Führung drückte, genügte dem SC Kriens eine gute Gelegenheit, um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. In der 84. Minute fasste sich Albin Krasniqi ein Herz und traf mit einem Distanzschuss ins obere linke Eck zum 1:0.
Die Rosenstädter warfen in der Schlussphase nochmals alles nach vorne. Axel Bakayoko kam zu einer guten Abschlussmöglichkeit, auch bei mehreren Eckbällen lag der Ausgleich in der Luft. Doch Kriens verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff.
Viel investiert, zu wenig mitgenommen
So steht am Ende eine bittere 0:1-Niederlage, die sich angesichts der starken zweiten Halbzeit besonders schmerzhaft anfühlt. Der FCRJ zeigte Moral, übernahm nach der Pause die Initiative und erspielte sich Möglichkeiten. Was fehlte, war einzig die Effizienz vor dem Tor. Während Kriens seine Chance nutzte, blieben die Rosenstädter trotz grossem Einsatz unbelohnt.