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Nevia Stoob fährt an die U17 Europameisterschaft

Vom 14. Bis 26. Mai findet in Estland die U17 Europameisterschaften der Frauen statt. Mit dabei ist auch die 16-jährige Mittelfeldspielerin Nevia Stoob vom FC Rapperswil Jona.

Grosse Ehre für den FC Rapperswil-Jona: Die 16-jährige Nevia Stoob reist mit der Schweizer U17 Nationalmannschaft an die Europameisterschaft Endrunde in Estland. Dort trifft sie in der Gruppe A auf ihre Alterskolleginnen aus Deutschland, Spanien und Estland.

Wir haben uns mit Nevia über die EM aber auch über Ihren bisherigen fussballerischen Werdegang unterhalten.

Nevia, 2021, Du warst gerade mal 15 Jahre alt, da hast Du bereits den Sprung in die 1. Mannschaft der FCRJ Frauen geschafft. Zwei Jahre später gehörst du der U17-Nationalmannschaft an. Wenn du das hörst, was geht Dir durch den Kopf?

Ich bin sehr stolz, was ich bis jetzt geschafft habe. Aber das ist lange noch nicht alles, was ich erreichen will. Ich will immer weiterkommen und dafür arbeite ich jeden Tag, jedes Training und jeden Match sehr hart an mir.

Wie kamst Du überhaupt zum Fussball?

Ich war schon immer begeistert vom Fussball und habe bereits früh in der Schule mit den Jungs Fussball gespielt. Mein Vater hatte meine Leidenschaft für diesen Sport erkannt und hat mich dann beim FC Rapperswil-Jona angemeldet. Es hat mir von Anfang an riesig Spass gemacht. Zuerst war ich bei den Mädchen eingeteilt, spielte dann aber rasch mit den Buben zusammen in den Juniorenmannschaften.

Und dann kam der Sprung in die 1. Mannschaft. Wie lief das ab?

In den Sommerferien konnte ich mit der 1. Mannschaft trainieren und dann hiess es plötzlich: «du bist jetzt bei uns im Team». (lacht)

Du bist erst 16 Jahre alt und spielst seit dieser Saison in der Super League. Wie schwer ist es für Dich, als junge Spielerin gegen bestandene Cracks zu bestehen?

Ich schätze es unwahrscheinlich, gegen die besten Spielerinnen der Schweiz spielen zu können. Daraus lerne ich sehr viel und für meine fussballerische Weiterentwicklung ist dies sehr wichtig. Ich denke da vor allem an die Schnelligkeit oder das physische Spiel.

In der Zwischenzeit kamen auch Nominierungen für die Junioren-Nationalmannschaft.

Ja, und das ist für mich natürlich eine grosse Ehre. Zuerst kamen die Aufgebote für die U16 Nati, und jetzt gehöre ich dem Kader der U17 Nationalmannschaft an.

Gegen wen hast Du da schon gespielt?

In der Vorbereitung zur EM-Qualifikation spielten wir zwei Mal gegen Serbien und dann in der 1. Qualifikationsrunde gegen Italien, Frankreich und Island.  Gerade gegen Frankreich und Italien war es in Bezug auf die Schnelligkeit und die Technik schon eindrücklich, wie die spielen. Ich konnte viel aus diesen Spielen mitnehmen.

Jetzt steht die Endrunde der UEFA-U17-Europameisterschaft der Frauen in Estland vor der Tür. Wie sieht das Programm aus?

Zuerst haben wir noch ein viertägiges Trainingslager hier in der Schweiz. Dann reisen wir nach Estland ab. Wir spielen in der Gruppe A mit Estland, Spanien und Deutschland. Es ist für mich natürlich ein grosses Erlebnis, an einer solchen Endrunde dabei zu sein. Das habe ich noch nie erlebt.

Dein Stammverein, der FCRJ, ist zurzeit in einer sehr wichtigen Phase der Meisterschaft und spielt in der Auf-/Abstiegsrunde. Wie fest schmerzt es Dich, genau dann nicht dabei sein zu können?
Klar, es ist nicht einfach, das Team nicht in allen Spielen unterstützen zu können. Aber ich bin sicher, dass sie es auch ohne mich bewältigen können. Wir sind ein  starkes Team, und wir werden den Ligaerhalt sicher schaffen.

Zum Schluss: Wie siehst Du Deine fussballerische Zukunft?

Mein Ziel ist es, «Profi» zu werden und im Ausland zu spielen. Das ist ein grosser Traum von mir. Der Weg ist sicher nicht einfach. Vor allem aber möchte ich den Spass am Spielen beibehalten – wenn ich das auf hohem Niveau machen kann, dann um so besser.

Und wo würdest Du das gerne spielen?

Am liebsten würde ich in England spielen, das ist ein Traum von mir. Aber ich bin mir bewusst, dass viele Faktoren zusammenspielen müssen, ich denke da nur an die Verletzungsrisiken – und es muss auch Glück dazu kommen. Aber ich glaube daran, dass ich es schaffen werde.