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FCRJ II: Mit gereifter Mannschaft in die Rückrunde

Trainer Adil Maliqi über Entwicklung, Ambitionen und den Weg nach oben

Am Sonntag, 22. März, beginnt für die 2.-Liga-Mannschaft des FC Rapperswil-Jona die Rückrunde. Gegner im heimischen Stadion ist Sirnach – und die Vorfreude ist spürbar. Die Vorrunde verlief zwar wechselhaft, doch gegen Ende fand das Team immer besser in seinen Rhythmus.

Mit 22 Punkten und Rang fünf nach der Vorrunde liegt der FC Rapperswil-Jona II zwar zwölf Punkte hinter dem Aufstiegsplatz. Für Trainer Adil Maliqi spiegeln diese Zahlen jedoch nicht die aktuelle Stärke seines Teams wider. „Wir hatten zu Beginn eine sehr kurze Vorbereitung und eine neu zusammengestellte Mannschaft“, erklärt er. „In dieser Phase haben wir wichtige Punkte liegen lassen.“

Seither habe sich jedoch viel verändert. Das Team habe intensiv gearbeitet, sei enger zusammengerückt und habe einen klaren nächsten Entwicklungsschritt gemacht. „Ich bin überzeugt, dass sich das auch in den Resultaten zeigen wird.“

Entwicklung im Zentrum

Für Maliqi steht bei seiner Arbeit mit der jungen Mannschaft mehr im Vordergrund als nur das Resultat am Wochenende. Der ehemalige Nachwuchstrainer vom FC Schaffhausen legt grossen Wert auf die persönliche Entwicklung seiner Spieler.

Diese Entwicklung sei in den vergangenen Monaten deutlich sichtbar geworden. Die Spieler hätten grosse Fortschritte gemacht, sowohl physisch als auch taktisch. Für Maliqi ist die zweite Mannschaft deshalb weit mehr als nur ein Team in der 2. Liga: Sie soll zunehmend als Brücke zur ersten Mannschaft dienen.

Zwischen Herausforderung und Selbstvertrauen

Der Schritt von der 2. Liga in den Profibereich – beim FC Rapperswil-Jona bis hinauf in die Challenge League – ist naturgemäss gross. „Ja, der Abstand ist natürlich gross“, sagt der Trainer. „Aber ich muss betonen, wie stark sich diese Mannschaft entwickelt hat – physisch, taktisch und spielerisch. Stand heute bin ich überzeugt, dass wir auch gegen starke Teams aus der 2. Liga interregional oder sogar aus der 1. Liga mithalten könnten.“

Lehrreiche Vorbereitung
Die Wintervorbereitung auf die Rückrunde brachte im 2026 sieben Testspiele – darunter zwei Begegnungen, die besonders in Erinnerung bleiben. Gegen den Nachwuchs des Grasshopper Club Zürich U19 setzte es eine deutliche Niederlage. Doch das Resultat täusche über den Spielverlauf hinweg, betont Maliqi. „Die ersten 25 Minuten haben wir sehr gut gespielt. Danach kam eine Serie individueller Fehler, die der Gegner brutal ausgenutzt hat.“ Gerade solche Spiele könnten jedoch wertvoll sein. „Manchmal tut eine solche Ohrfeige gut“, sagt er mit einem Lächeln. „Sie rüttelt die Mannschaft wach und zeigt uns ganz genau, woran wir arbeiten müssen.“

Wenige Tage später folgte ein Test gegen die 1.-Liga-Mannschaft von FC Tuggen – und dort präsentierte sich das Team deutlich stabiler. „Am Ende hätten wir sogar gewinnen können.“ Auch das Feedback des Gegners sei sehr positiv gewesen. Und auch der Sieg gegen St. Gallen U-19 gilt es an dieser Stelle zu erwähnen.

Ein Trainer mit Leidenschaft

Adil Maliqi selbst beschreibt sich bescheiden: verheiratet, Vater von zwei Kindern und wohnhaft im Zürcher Unterland. Der Fussball begleite ihn seit seiner Jugend. Trainer wurde er, wie er sagt, „fast zufällig“ – doch die Leidenschaft für diese Aufgabe entdeckte er schnell.

Vor seinem Engagement beim FC Rapperswil-Jona sammelte er umfangreiche Erfahrung im Nachwuchsbereich. Beim FC Schaffhausen betreute er unter anderem die U17 und U18 und arbeitete intensiv an der Entwicklung junger Talente. Einige seiner damaligen Spieler haben inzwischen den Sprung auf internationale Bühnen geschafft. Später folgte eine weitere besondere Aufgabe: Maliqi übernahm die U19-Nationalmannschaft des Kosovo.

Blick nach vorne

Noch gut zweieinhalb Wochen bleiben also bis zum Rückrundenstart. Für Maliqi ist klar, wohin der Weg führen soll. „Wir werden deutlich stärker sein als in der Vorrunde“, sagt er überzeugt. „Mit dieser Mannschaft erwarte ich eine Top-Rückrunde.“

Und wenn es nach dem Trainer geht, sollen die Fans der zweiten Mannschaft in den kommenden Monaten noch viele spannende und erfolgreiche Fussballnachmittage erleben. Eine Mannschaft im Aufbruch – mit Talent, Zusammenhalt und einem Trainer, der an ihre Entwicklung glaubt.