FCRJ bezwingt Etoile Carouge mit 1:0
Der FC Rapperswil-Jona hat zum Auftakt der neuen Challenge-League-Saison ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Rosenstädter bezwangen den letztjährigen Überflieger Etoile Carouge mit 1:0 und holten damit nicht nur drei unerwartete Punkte, sondern auch wertvolles Selbstvertrauen. Das Tor des Tages erzielte Rijad Saliji in der 61. Minute per wuchtigem Kopfball nach einer präzisen Flanke von Filipe de Carvalho.
„Es weht ein anderer Wind“, bemerkte ein Rapperswiler Zuschauer zur Halbzeit. Und tatsächlich: Obwohl Carouge bis zur Pause mit 69 Prozent Ballbesitz und der gewohnten Passdominanz das Spiel führte, blieb es ein zähes Ringen – mit praktisch keinem Torschuss auf beiden Seiten. Rapperswil-Jona machte die Räume eng, agierte kompromisslos in den Zweikämpfen und liess dem spielstarken Gegner kaum Entfaltungsmöglichkeiten.
Eine zweite Halbzeit voller Mut
Nach dem Seitenwechsel löste der FCRJ die Blockade. Mehr Tempo, mehr Biss – und erstmals wagten die Rosenstädter offensive Nadelstiche. Innerhalb weniger Minuten scheiterten Yannis Ryter, Samba So und Filipe de Carvalho an Carouges Keeper, ehe Saliji in der 61. Minute die Stadionstimmung explodieren liess.

Sein Kopfball, wuchtig und platziert in die linke Ecke, brachte Rapperswil-Jona in Führung – und zwang Carouge zum ungewohnten Hinterherrennen. Etoile Carouge, das in der Vorsaison als Aufsteiger sensationell Rang 3 belegte und ligaweit die meisten Pässe (Ø 511 pro Spiel) sowie den höchsten Ballbesitzwert (57 %) verbuchte, mühte sich in der Schlussphase um den Ausgleich. Die Genfer kamen noch zu Chancen durch Luc Essiena und Bonota Traoré, fanden aber ihren Meister im starken Rapperswiler Schlussmann Omerovic und der disziplinierten Defensive. In der hektischen Nachspielzeit sah Noé Boum noch Gelb für ein hartes Einsteigen, ehe der Schlusspfiff die Überraschung perfekt machte. „Das war heute ein Sieg des Willens und der Geschlossenheit“, kommentierte ein erleichterter Rijad Saliji.