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FCRJ Frauen: In den Playoffs wartet YB

FC Thun Frauen vs FC Rapperswil-Jona Frauen 2:2

Es ist ein Resultat, das auf den ersten Blick unspektakulär wirkt – und doch einen Meilenstein markiert. Mit dem 2:2 beim Tabellenletzten sichern sich die Frauen des FC Rapperswil-Jona nicht nur einen ordentlichen Abschluss der Qualifikation in der Women’s Super League. Sie betreten Neuland: Erstmals in der Vereinsgeschichte stehen sie in den Playoffs.

Dass dieser historische Schritt ausgerechnet in Thun erfolgt, passt zur Saison dieses Teams – abgeklärt, widerstandsfähig und immer wieder in der Lage, Rückschläge zu korrigieren.

Früher Rückstand – klare Reaktion

Der Auftakt gelingt allerdings nicht nach Wunsch. Bereits in der 3. Minute bringt Lara Colpi die Gastgeberinnen des FC Thun Frauen in Führung. Ein früher Nadelstich, der die Ausgangslage scheinbar unnötig verkompliziert.

Doch die Antwort folgt prompt – und sie trägt einen Namen: Paige Bailey-Gayle. In der 10. Minute gleicht sie zum 1:1 aus und setzt damit früh ein Zeichen. Es ist sinnbildlich für den Auftritt der Rapperswilerinnen, die sich weder von Rückständen noch von der tabellarischen Ausgangslage irritieren lassen.

Bailey-Gayle als Taktgeberin

Auch nach der Pause ist es Bailey-Gayle, die Verantwortung übernimmt. Kaum hat die zweite Halbzeit an Fahrt aufgenommen, bringt sie den FCRJ erneut in Führung (51.). Ein Tor, das Ruhe hätte bringen können – und doch nur der Auftakt zu einer hektischen Phase wird.

Denn praktisch im Gegenzug kippt die Partie erneut. Nach einem Foul im Strafraum tritt Selina Ueltschi an und verwandelt den Penalty zum 2:2 (52.). Innerhalb weniger Minuten ist das Spiel wieder ausgeglichen – ein Spiegelbild der gesamten Begegnung.

Wechsel, Karten – und ein kontrolliertes Ende

In der Folge prägen zahlreiche Wechsel und Unterbrüche das Spielgeschehen. Rapperswil-Jona reagiert von der Bank, bringt unter anderem frische Kräfte mit Laura Kott Luzon und Sina Spieser zur Pause sowie später weitere Impulse.

Disziplin bleibt ein Thema in der Schlussphase: Verwarnungen auf beiden Seiten – unter anderem gegen Lea van Weezenbeek und Laura Kott Luzon – zeugen von der Intensität. Dennoch behalten die Gäste die Kontrolle, ohne dabei das letzte Risiko zu gehen.

Das 2:2 hat Bestand – ein gerechtes Resultat in einer ausgeglichenen Partie.

Der Blick richtet sich nach vorne

Die eigentliche Bedeutung dieses Abends liegt ohnehin über dem Resultat. Schon vor Anpfiff stand fest: Der FCRJ beendet die Qualifikation auf Rang sieben – und qualifiziert sich damit erstmals für die Playoffs.

Dort wartet mit den BSC YB Frauen eine Herausforderung von höchstem Kaliber. Der Zweitplatzierte gilt als klarer Favorit im Viertelfinal. Doch für den FCRJ beginnt nun ein neues Kapitel. Nach einer Saison, in der lange der Ligaerhalt im Zentrum stand, geht es plötzlich um mehr: um den Einzug in den Halbfinal.

Oder anders gesagt: Alles, was jetzt kommt, ist mehr als Pflicht. Es ist die verdiente Zugabe – und vielleicht die nächste Überraschung.