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Alain Gasser: Unser neuer Leiter Breitenfussball

«Für mich stehen die Kinder an erster Stelle»

Manchmal beginnt ein neues Kapitel nicht auf dem grossen Fussballplatz, sondern bei den G-Junioren. Bei Alain Gasser war es der sechsjährige Sohn, der ihn vor einem Jahr zum FC Rapperswil-Jona brachte. Heute steht der 40-Jährige selbst auf dem Platz, trainiert die Jüngsten des Vereins – und übernimmt per 1. September die Leitung Breitenfussball. Die Vorfreude darauf ist gross: «Ich freue mich sehr darauf, jetzt loszulegen.»

Mit seiner Familie lebt Gasser seit acht Jahren in Jona. Fussball begleitet ihn allerdings schon fast sein ganzes Leben. Bis zu seinem zehnten Lebensjahr spielte er bei den Junioren des SC Kriens, später wechselte er zum FC Schmerikon. Dort blieb er 25 Jahre – und spielte in der 2. und 3. Liga. Erst als sein Sohn beim FCRJ einstieg, begann für ihn auch das Trainersein. Dass daraus nun eine Führungsaufgabe werden würde, war nicht geplant.

Ein Verein, der gewachsen ist

Den Anstoss gab die Trainerausbildung. Auf das D-Diplom Kinderfussball folgte das C-Diplom unter Ausbildungschef Jakob Turgut. «Während der Ausbildung kamen wir ins Gespräch – und so entstand diese Möglichkeit.»

Heute zählt der Breitenfussball des FC Rapperswil-Jona rund 700 Kinder und Jugendliche – darunter 633 Juniorinnen und Junioren sowie 52 Kinder im Mittwochstraining. Rund 50 Trainer sind für das Wohl der Junioren verantwortlich. Eine Zahl, die Gasser überrascht hat: «Als ich die Gesamtzahl gesehen habe, wurde mir erst richtig bewusst, welche Dimension der Breitenfussball in Rapperswil-Jona inzwischen erreicht hat.» Mit diesem Wachstum seien natürlich auch die Anforderungen gestiegen.

Genau dort sieht Gasser seine Aufgabe. Er spricht weniger von grossen Reformen als von vielen gezielten Optimierungen: eine strukturierte Einführung für neue Trainer, eine reibungslose Teamzuteilung und klarere Abläufe bei der Materialverwaltung. «Ich glaube, da können wir gemeinsam noch einen Schritt nach vorne machen.»

Danke Marcel

In den vergangenen Wochen konnte er seinen Vorgänger Marcel Stoob begleiten. «Erst jetzt sehe ich, was Marcel alles geleistet hat», sagt Gasser. «Ich möchte das interne Netzwerk vertiefen, verstehen, wie der Verein tickt, und vor allem den regelmässigen, direkten Austausch mit den Trainern pflegen. Ich möchte wissen, wo der Schuh drückt.»

Bei aller Organisation bleibt für ihn der Kern der Aufgabe unverändert: «Für mich stehen die Kinder an erster Stelle. Genau dafür machen wir das.»

Der FC Rapperswil-Jona wünscht Alain Gasser einen erfolgreichen Start in seiner neuen Funktion und bedankt sich gleichzeitig herzlich bei Marcel Stoob für seinen engagierten Einsatz und seine grossen Verdienste für den Breitenfussball des FCRJ.