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Endstation Wankdorf

Im Stadion Wankdorf vor fast 4000 Zuschauerinnen und Zuschauer endet die Saison der Frauen des FC Rapperswil-Jona abrupt. Im Playoff-Viertelfinal der Women’s Super League unterliegt das Team von Trainer Gerold Bisig den BSC Young Boys Frauen mit 1:4.

Der Auftritt der Rosenstädterinnen begann kontrolliert, diszipliniert, durchaus vielversprechend. Rapperswil-Jona stand kompakt, liess zunächst wenig zu und zwang die Bernerinnen zu geduldigem Aufbau. Doch mit zunehmender Spieldauer kippte die Statik der Partie. YB übernahm die Kontrolle, erhöhte die Intensität – und wurde belohnt: In der 27. Minute traf Maja Jelcic per Kopf zur Führung.

Es war der Auftakt zu einer Phase, in der sich die strukturellen Unterschiede zwischen den Teams offenbarten. Während YB zielstrebiger und variabler agierte, fehlte Rapperswil-Jona im letzten Drittel die Durchschlagskraft. Besonders bitter: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Lisa Josten auf 2:0 – ein psychologisch ungünstiger Zeitpunkt, der die Aufgabe für die Gäste erheblich erschwerte.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die FCRJ-Frauen Charakter. In der 60. Minute nutzte Tamara Saric eine ihrer wenigen klaren Möglichkeiten und verkürzte auf 1:2. Für einen kurzen Moment schien das Spiel zu kippen. Doch diese Hoffnung erwies sich als trügerisch.

YB reagierte abgeklärt – und vor allem effizient. Nur neun Minuten später stellte erneut Jelcic den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden. Rapperswil-Jona fand keine Antworten mehr auf das dynamische Offensivspiel der Gastgeberinnen, die in der Nachspielzeit durch Géraldine Ess zum 4:1-Endstand erhöhten.

Der Viertelfinal markiert damit die Endstation einer Saison, die bis dato Geschichte schrieb, die weite Phasen überzeugte, und am Schluss mit dem Ausscheiden auch keine Welt zusammen bricht sondern vielmehr die Aufbruchstimmung zu weiteren Erfolgsgeschichten stärkt