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FCRJ Frauen: Ein Traumtor – und dann die Realität

FCRJ-Frauen unterliegen dem FC Zürich 1:5, zeigen aber Herz und Widerstandskraft

Fazit des Spiels:
Das Resultat: bitter.
Die Leistung: ermutigend.
Das Tor von Parapunova: unvergesslich. 

Was für ein Auftakt! Kaum hatte sich das Publikum eingerichtet, staunten selbst die FCZ-Fans über das, was Zdravka Petrova Parapunova in der fünften Minute vollbrachte. Die FCRJ-Mittelfeldspielerin eroberte tief in der eigenen Hälfte den Ball, nahm Tempo auf – und zog einfach durch. Aus gut 25 Metern drosch sie das Leder mit Wucht und Präzision ins hohe Eck. Ein Tor, das in der «Women’s Super League» nicht alle Tage fällt – und ein Anwärter auf das Tor des Monats sein müsste.

Doch die Zürcher Antwort liess nicht lange auf sich warten. Bereits vier Minuten später stellte Amelie Jasmine Roduner auf 1:1. Wer nun dachte, die Partie kippe sofort zugunsten des Favoriten, sah sich zunächst getäuscht. Der FC Zürich drückte zwar, traf vor der Pause die Latte, doch die Rapperswilerinnen verteidigten mit Disziplin, Leidenschaft – und einem Schuss Glück. Das 1:1 zur Pause war mehr als verdient.

Das Bollwerk hält – bis zur 65. Minute

Bis weit in die zweite Halbzeit hinein hielten die FCRJ-Frauen dagegen, kämpften um jeden Ball und liessen die Zürcherinnen verzweifeln. Torhüterin Laura Vogt rettete mehrfach stark, und selbst als der Druck immer grösser wurde, hielt das Kollektiv zusammen.

Doch dann kam Naomi Mégroz. Die FCZ-Kapitänin entschied das Spiel praktisch im Alleingang. Zwischen der 66. und 74. Minute erzielte sie drei Treffer – zweimal per Kopf, einmal mit feinem Abschluss aus dem Spiel heraus. In der 89. Minute setzte sie mit ihrem vierten Tor den Schlusspunkt unter eine Partie, die das Resultat deutlicher aussehen lässt, als sie tatsächlich war.

Mehr als nur eine Niederlage

Am Ende stand ein klares 5:1 auf der Anzeigetafel. Doch das Resultat täuscht. Über weite Strecken stemmten sich die FCRJ-Frauen mit allem, was sie hatten, gegen die Zürcher Dominanz. Der frühe Führungstreffer zeigte, dass in diesem Team Potenzial und Mut stecken – Tugenden, die in den kommenden Wochen im Kampf um den Strich entscheidend sein werden.

Trainer Gerold Bisig dürfte trotz der Niederlage Positives mitnehmen: eine Mannschaft, die sich auch gegen einen Favoriten nicht versteckt, und eine Spielerin, deren Traumtor noch lange in Erinnerung bleiben wird.